Willkommen auf der Selbstlern-plattform mit Impulsen zur eigenständigen Weiterentwicklung des digitalen Arbeitens
Dieser Test hilft dir auf spielerische Weise herauszufinden, wie gut du dich in verschiedenen Bereichen der digitalen Jugendarbeit auskennst. Keine Sorge – hier kann man nichts falsch machen! Es geht darum, dass du deinen aktuellen, persönlichen Wissensstand reflektierst. Falls du Infos zum Umgang mit äußeren Rahmenbedingungen wie Ausstattung usw. suchst, schau mal hier. Außer dir sieht niemand, was du anklickst. Am Ende bekommst du passend zu deinen Antworten hilfreiche Tipps, Anregungen und Links aus unserer Selbstlernplattform.
Bist du bereit? Los geht’s!
Es existieren schon unzählige Materialien, Angebote und Online-Schulungen für das digitale Arbeiten. jugend@bw bündelt diese und macht sie sichtbar. Was noch fehlt oder ganz neu ist, ergänzt jugend@bw mit eigenen digitalen Materialien wie Handreichungen oder Tutorials. Damit haben Akteur*innen der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit eine frei zugängliche und flexible Möglichkeit, sich in Eigeninitiative zu informieren und weiterzubilden.
Hierbei werden verschiedene Handreichungen zu bestehenden Richtlinien und Regeln zugänglich gemacht. Es werden Tools zu kollaborativer und erfolgreicher digitaler Jugend-arbeit erklärt. Darüber hinaus werden digitale Impulse zur eigenständigen Weiterentwicklung des digitalen Arbeitens angeboten.
In einer immer stärker digitalisierten Welt ist es wichtig zu erkennen, welche neuen Chancen und Herausforderungen sich für das Leben, Lernen, Spielen und Arbeiten ergeben. So können die verschiedenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit ihre Angebote zeitgemäß gestalten und Kindern und Jugendlichen besser gerecht werden. In dieser Sammlung finden sich Hintergrundwissen und Grundlagentexte, sowie einige Links, um einen Überblick zu gewinnen, wer mit welchen Mitteln die digitale Transformation in der Jugendarbeit mitgestaltet.
Die Digitalisierung ist mit ihren unendlich vielen alltagsverändernden Themen, Möglichkeiten und Herausforderungen unübersichtlich. Mit der folgenden Sammlung wollen wir eine überschaubare Orientierung bieten, um die eigenen Kompetenzen einschätzen zu können und zu reflektieren, welche Schritte daraus folgen können.
Wie gehe ich mit Informationen und Daten in digitalen Umgebungen um und was gibt es dabei zu beachten? Unter Medienkompetenz verstehen wir die Fähigkeit, Informationen im Internet zu finden und diese souverän handhaben und auswerten zu können. Dazu gehört, zuverlässige Quellen erkennen zu können, um die Verbreitung von Desinformationen zu vermeiden.
Durch die Chancen und Herausforderungen, die die digitale Kommunikation mit sich bringt, dürfen aktuelle Arbeitsweisen und Kommunikationswege neu gedacht werden. Unter anderem bietet sich auch die Möglichkeit, neue Zielgruppen besser zu erreichen und nachhaltiger miteinzubeziehen. Welche Tools Jugendlichen helfen Angebote besser wahrzunehmen, sich in Projekten zu beteiligen oder eigene Erfahrungen besser zu reflektieren, erfahrt ihr in der folgenden Sammlung.
Mit neuen Technologien und nützlichen Tipps für die digitale Arbeit kann eine größere Anzahl von Jugendlichen erreicht und aktiviert werden. Natürlich müssen wir alle möglichen Hindernisse für die Teilnahme in Betracht ziehen, einschließlich der Frage, wie wir unsere Arbeit inklusiver gestalten können. Welche Methoden helfen, eine inklusive Arbeit zu gestalten und Jugendbeteiligung zu stärken, erfahrt ihr in dieser Sammlung.
Kreativität im Digitalen – wie kann das aussehen? Das Produzieren und Veröffentlichen von digitalen Inhalten scheint für viele junge Menschen intuitiv. Doch oft fehlt das nötige Wissen über rechtliche Grundlagen, wie Urheberrechte und Bildrechte. Mit dieser Sammlung möchten wir Euch ermutigen, die vielen weiteren Möglichkeiten zur Förderung der Kreativität junger Menschen in der digitalen Welt auf sichere und verantwortungsvolle Weise zu entdecken. So kann es außerdem gelingen, attraktivere und gruppengerechte Angebote anzubieten.
Identitätsmanagement, rechtliche Kenntnisse über digitales Verhalten und Datenspuren – wie schütze ich mich und andere bei der Nutzung digitaler Medien? Eine große Herausforderung des digitalen Arbeitens ist das Thema Sicherheit. Wenn wir uns jedoch mit den grundlegenden Schutzrichtlinien vertraut machen, sind wir in der Lage, uns selbst und Jugendliche zu befähigen, sich im Internet sicherer zu bewegen. Wovor man sich und Minderjährige schützen sollte und viele weitere Informationen zu Sicherheit im Netz, finden sich in der vielfältigen Sammlung unten.
Unter dieser Rubrik stellen wir digitale Werkzeuge vor, die wir sorgfältig geprüft und mit ihren Vor- und Nachteilen weiterempfehlen können. Wichtig ist uns hierbei nicht, ob die Apps und Webseiten gerade besonders angesagt sind. Es sind mehr verlässliche, teilweise altbekannte Werkzeuge, die unsere Kriterien (s. Checkliste) größtenteils erfüllen. Wir haben uns bewusst auf wenige Empfehlungen beschränkt, um den Start zu erleichtern. Ausführlichere Tool-Sammlungen finden sich weiter unten.
Viele dieser Werkzeuge lassen sich für unterschiedliche Zwecke einsetzen. Hier gilt es: Experimentierfreude beibehalten, ausprobieren und herausfinden was mit diesen Apps alles möglich ist!
Bietet viele der bekannten Funktionen wie WhatsApp und mehr, mit dem Fokus auf Privatsphäre.
Werden die Jugendlichen von WhatsApp auf Signal wechseln? Wir finden: Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert.
Ebenfalls eine WhatsApp-Alternative, bietet zusätzlich die Funktion für Abstimmungen und Umfragen. Keine Nummer oder E-Mail-Adresse erforderlich, aber kostenpflichtig.
Eine Umfrage ist in drei Schritten schnell erstellt. Alles was man braucht ist eine E-Mail-Adresse. Es ist eine datensparsame Alternative zu: doodle, Google Forms und von Screenreader-Nutzer*innen empfohlen.
Keine Lust die eigene E-Mail-Adresse zu nutzen? Kein Problem: geht auch mit einer fiktiven Adresse. Dann bekommt man aber keine Updates, ob bspw. die Umfrage ausgefüllt wurde.
Für den Zugang zur Plattform ist eine Registrierung erforderlich. Danach sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Poster, Präsentationen, Content für Social Media gestalten oder sogar Videos bearbeiten. Canva bietet mit KI-gestützten Funktionen wie dem Design-Generator, der Text-to-Image-Funktion, Magic-Resize und der Schriftarten- sowie Bildoptimierung eine einfache Möglichkeit, ansprechende Designs schnell und effizient zu erstellen.
Mit den vielen gebrauchsfertigen Vorlagen, hat man in kürzester Zeit Social Media Posts erstellt.

Events veröffentlichen, Anmeldeformulare erstellen und Online-Zahlung ermöglichen. Und dabei alles im Blick behalten.
Im Eveeno Dashboard hat man sofort den Überblick.

digitale Schnitzeljagd, Rallyes und interaktive Lernspiele gestalten
Mit Actionbound lassen sich multimediale Erlebnisse für Gruppen erstellen – mit Quizfragen, Aufgaben, Videos, GPS-Stationen und mehr. Die Bounds können individuell gestaltet und mit anderen geteilt werden.
Perfekt für interaktive Gruppenaktionen, digitale Schnitzeljagden und spielerische Lernangebote!

Datenbank für Warm-ups, Kennenlernspiele, und mehrere hilfreiche Tipps, um eine Online-Konferenz zu meistern, die nicht erschöpft.
Nicht barrierefrei
Fordert zur Nutzung externer Websites oder Apps auf
Alle Spiele auf der Website und zusätzliche Bonus Spiele sind jetzt auch als Buch erhältlich!

Gebrauchsfertige Quizze mit spielerischem Lernansatz bieten eine breite Palette von Quizarten, die auch individuell angepasst werden können.
Eine unterhaltsame Art und Weise, die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu wecken und erhalten!

Datensparsame Alternative zu Padlet!
Besonders schön ist die bunte Vielzahl von Templates und Ergebnisansichten für jeden Anlass.
Eine bunte Vielzahl von Templates und Ergebnisansichten für jeden Anlass machen es leicht Feedback einzuholen
Besonderer Pluspunkt: Das Tool lässt die inklusive Gestaltung von Umfragen zu.
Registrierte Nutzer*innen können Dokumente anlegen, in CryptDrive abspeichern und intern sowohl als extern teilen. Ohne Registrierung ebenfalls nutzbar, aber mit eingeschränkten Funktionen. Daten sind verschlüsselt und werden nicht an Dritte weitergegeben.
Perfekt für das kollaborative Arbeiten mit externen Partner*innen!

Ein KI-Tool für kreative und individuelle Bildgestaltung.
Die Plattform eignet sich nicht nur für die Erstellung von Social Media Content, sondern auch für Logos, Marketing-Materialien oder sogar personalisierte Illustrationen.
Lexica ist eine Webanwendung, die es ermöglicht, auf eine umfangreiche Datenbank mit KI-generierten Bildern und den entsprechenden Textanweisungen zuzugreifen.
Vorteile:
Nachteile:
Die Plattform eignet sich perfekt um Inspiration zu finden oder bestimmte Bildstile und -themen zu durchsuchen.
Für den Zugang zur Plattform ist eine Registrierung erforderlich. Danach sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Poster, Präsentationen, Content für Social Media gestalten oder sogar Videos bearbeiten. Canva bietet mit KI-gestützten Funktionen wie dem Design-Generator, der Text-to-Image-Funktion, Magic-Resize und der Schriftarten- sowie Bildoptimierung eine einfache Möglichkeit, ansprechende Designs schnell und effizient zu erstellen.
Mit den vielen gebrauchsfertigen Vorlagen, hat man in kürzester Zeit Social Media Posts erstellt.
Das „perfekte“ Tool für alle und jeden Einsatz gibt es nicht. Trotzdem stehen wir alle irgendwann vor der Frage, welches Tool denn für diesen einen Zweck jetzt das Richtige ist. Wir stellen hier eine Checkliste zur Verfügung, nach welchen Kriterien Tools ausgewählt werden können. Hier ist Balance wichtig: Es müssen sich alle immer erst in neue Tools einarbeiten, das kostet Zeit. Andererseits kann ein neues Tool auch mal Abwechslung reinbringen.
Bei all den Überlegungen muss aber auch gesagt werden: Irgendwann muss man einfach machen. Manchmal ist das „perfekte“ Tool also auch einfach das, was da ist.
Checkliste für die Website:
Inspiriert von: https://jugendarbeitsnetz.de/themen
Es gibt eine fast unzählbare Anzahl an Tools, Webseiten und Apps, die sich für die digitale Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit eignen. Statt noch eine Sammlung zu eröffnen, verweisen wir hier lieber auf bereits liebevoll gepflegte Sammlungen von anderen:
Wer digital arbeitet, wird immer wieder Fragen zur Technik haben und es wird immer wieder Momente geben, wo etwas nicht so funktioniert, wie es soll. Auch allgemeine Schutzeinstellungen lassen sich nicht immer instinktiv einstellen.
Hier wurden unterschiedlichste Anlaufstellen und Anleitungen für verschiedene Fragestellungen gesammelt, die hilfreiche Tipps geben:
Wer digital arbeiten will, braucht Technik. Doch was ist wirklich nötig? Meist weniger als man vermutet. Mit dem untenstehenden Diagramm kann man sich einen ersten Überblick verschaffen. Da die Anforderungen an Technik sehr individuell sind und auch immer eine Frage des Budgets, können und wollen wir hier keine allgemeingültigen Empfehlungen für Kamera A oder Laptop C geben. Hilfreicher finden wir folgende Schritte:
| Werkzeug | Aktivität | Thematisierung | |
|---|---|---|---|
| Medienkonzepte | Jugend(sozial)arbeit mit Hilfe von digitalen Medien und Technologien | Praktische medienpädagogische Aktivitäten | Die Auseinandersetzung mit Themen, die dem Interesse und den Bedarfen der Jugendlichen entsprechen |
| Beispiele |
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| Ausstattung | Mögliches Equipment für die oben gennante Beispiele | ||
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Wer Inspiration, Links und Verweise sucht, findet in unserem Schwerpunkt „Kreativität und Gestaltung“ jede Menge Anregung. Wichtig ist, dass das Thema Ausstattung immer wieder überprüft werden muss – passt es noch für unsere Zwecke? Ist unser Material noch Up-to-date? Funktioniert die Technik noch? Außerdem wird es immer einen Bedarf an Fort- und/oder Weiterbildungen geben, um neue Ideen zu entwickeln, wie mit der Technik umzugehen ist.
Die Suche nach Fördermitteln ist individuell und regional immer sehr verschieden. Generell gilt für Förderungen durch die öffentliche Hand das Subsidiaritätsprinzip: Zuerst lokal, dann überregional, dann auf Landesebene, Bundesebene und schließlich EU. Je nach Zweck kann man bspw. mit lokalen Unternehmen sprechen und verhandeln, ob man z. B. Geräte direkt gespendet bekommen kann. Generelle Tipps zur Akquise von Fördermitteln und wie man das geschickt angehen kann, gibt es von anderen Expert*innen. Beispielsweise hier:
Hier ein paar Tipps, wo es immer wieder Gelder speziell für digitale Projekte/Vorhaben der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit gibt:
Herzlich Willkommen auf der Plattform jugend@bw – (Im)Puls!
Hier findet ihr kurze Beiträge, Hinweise und Impulse zu den Themen, die wichtig für die medienpädagogische Praxis sind. Das sind Themen, die uns immer wieder beschäftigen oder die besondere Aufmerksamkeit benötigen. Zu jedem Thema teilen wir mit euch Fallbeispiele oder Fragestellungen, die wir gefunden haben oder die ihr uns zuschickt. Dazu formulieren wir allgemeine Hinweise und bieten Startpunkte für die eigene Recherche. Denn für viele Herausforderungen gibt es keine Pauschallösung, sondern es werden individuelle Lösungsansätze benötigt.
Was ist Desinformation?
Desinformation meint gezielt falsche oder irreführende Informationen, die absichtlich verbreitet werden, um Misstrauen zu säen, sich wirtschaftlich zu bereichern oder Ängste zu schüren. Bekannt ist auch der Begriff „Fake News“, der allerdings in diesem Zusammenhang nicht mehr so häufig genutzt wird. Denn manchmal meint der Begriff „Fake News“ eine generalisierte Kritik an journalistischen Medien und fungiert somit als eine Art „Kampfbegriff“. Desinformation als eine mit Absicht verbreitete falsche oder irreführende Information begegnet Menschen vor allem auf Social Media oder auch in Messengernachrichten, wenn diese weitergeleitet werden. Diese können uns in Form von Videos, Bildern oder Texte begegnen, die komplett erfunden sind oder können aus dem Kontext gerissene Meldungen sein. Mit dem Einzug von generativer KI in unserem Leben begegnen uns auch Deepfakes, die auch als Desinformation genutzt werden können. Damit sind Bilder, Audios und Videos gemeint, die komplett künstlich generiert wurden. Mit der Absicht der Irreführung bieten sie den Verbreiter_innen von Desinformation somit viele Möglichkeiten, um ihre Ziele zu erreichen. Um mit Desinformation umgehen zu können, braucht es neben technischem Grundwissen (wie entstehen die Inhalte, wie funktioniert generative KI) auch subjektive Fähigkeiten wie kritisches Denken und Urteilsvermögen dazu.
Quellenkritik stärken
Wichtig ist, dass junge Menschen nicht nur Informationen konsumieren, sondern lernen, deren Herkunft und Glaubwürdigkeit zu prüfen. Sie sollten erkennen können, ob eine Quelle vertrauenswürdig ist, welche Interesse hinter einer Meldung stehen können und wie Algorithmen die Inhalte, die einem begegnen, steuern bzw. beeinflussen. Besonders im Umgang mit sozialen Netzwerken ist es entscheidend, Meinung von Fakten zu unterscheiden. Aber auch manipulative Inhalte und deren Absichten zu erkennen. Ein reflektierter Umgang mit Informationen ist eine zentrale Kompetenz.
Umgang mit Deepfakes im digitalen Alltag
Deepfakes wirken täuschend echt. Vor einiger Zeit konnten noch „Fehler“ mit dem bloßen Auge erkannt werden. Die technischen Fortschritte sind so enorm, dass das immer schwerer fällt. Je nach Inhalt können Deepfakes sehr verunsichern. Es ist wichtig skeptisch zu bleiben, da die Inhalte absolut real erscheinen. Vor allem, wenn die Inhalte emotional berühren. Hiervon sollte man sich nicht reizen lassen und genau dann die Meldung erst recht überprüfen. Ebenso sollte nicht jede Information sofort weiterverbreitet werden, vor allem, wenn der Wahrheitsgehalt einer Meldung mit Unsicherheit behaftet ist.
Die Rolle der Fachkräfte
Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit spielen eine wichtige Rolle bei der Aufklärung von Desinformation. Sie können hierfür Gesprächsräume schaffen, in denen Jugendliche darüber sprechen können, welche Inhalte ihnen bei der Nutzung von digitalen Medien begegnen. Fachkräfte können Wissen vermitteln und sie dabei unterstützen, eigene Strategien zu finden, wie sie Quellenkritik entwickeln zu können. Wichtig zu berücksichtigen ist allerdings, dass nicht alle jungen Menschen den gleichen Zugang zu Bildung, das Wissen um Medien und auch den Zugang zu digitalen Ressourcen haben. Benachteiligte Jugendliche benötigen ganz gezielt Unterstützung. Hierfür können bspw. digitale Geräte für Recherche in der Einrichtung zur Verfügung gestellt werden.
Um Jugendliche gut zu unterstützen, benötigen Fachkräfte ein Grundwissen und auch Methoden, die sie anwenden können. Weiterführende Materialien, Tools und Informationsangebote können ihnen helfen, sich im Themenfeld Desinformation besser zurechtzufinden und die eigene Medienkompetenz zu stärken.
Hinweis: Auch unsere Fortbildungen und Veranstaltungen bieten euch die Möglichkeit tiefer in das Thema einzusteigen.
Weiterführende Medien und Materialien:
Social-Media Angebote, die Wissen liefern:
Webseiten, die Wissen liefern:
https://www.klicksafe.de/desinformation-und-meinung/deepfakes
https://www.fragzebra.de/themenwelt/fake-news-und-desinformation
https://www.flimmo.de/redtext/101585/fake-news-und-deepfakes-erkennen
https://www.kika.de/suche/suche104?q=K%C3%BCnstliche+Intelligenz
Faktencheck-Webseiten:
https://www.br.de/nachrichten/faktenfuchs-faktencheck,QzSIzl3
https://www.saferinternet.at/was-sind-faktenchecker-und-welche-gibt-es
Methoden für den Einsatz in der Praxis:
https://bitte-was.de/fuer-lehrkraefte/lehrmaterial-und-downloads
https://www.br.de/sogehtmedien/weiterfuehrende-schulen/recherche-so-klappt-der-faktencheck-100.html
https://www.klicksafe.de/materialien/begleitmaterial-willst-du-mit-mir-fakten-checken-gehen
https://www.klicksafe.de/desinformation-und-meinung/prebunking-schutz-vor-desinformationen
https://webhelm.de/caption-it-wie-fotos-zu-fake-news-werden-koennen-2/
https://webhelm.de/kuenstliche-intelligenz-und-social-media/
https://webhelm.de/spielerischer-einstieg-in-das-thema-fake-news/
https://www.scroller.de/Dein_Magazin/3784_Fakt_oder_Fake.htm
Spiele/Quiz gegen Desinformation:
https://www.klicksafe.de/materialien/quiz-deepfake-detectives
https://www.klicksafe.de/materialien/quiz-zum-thema-safe-news
Autorin: Filiz Tokat, Bildungsreferentin, Stadtjugendring Stuttgart e. V
Die digitale Welt bietet jungen Menschen zahllose Möglichkeiten. Diese sollen alle gleichberechtigt nutzen können – auch Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.
Diese gleichberechtigte Nutzung nennt man Teilhabe. Sie ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch zentrales Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland schon 2009 gesetzlich anerkannt hat. Hinzu kommen weitere Gesetze, die den „gleichberechtigten Zugang von jungen Menschen mit und ohne Behinderungen zu Angeboten der offenen Kinder- und Jugendhilfe gewährleisten. Das Ziel ist die aktive und gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die verpflichtend für alle Einrichtungen ist.“ Diese Gesetze sind das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz, das SGB VIII und das SGB IX.
Seit Juli 2025 ist die digitale Barrierefreiheit fester Bestandteil von jugend@bw. Ziel ist es, digitale und medienpädagogische Arbeit und Angebote so zu gestalten, dass alle sie digital barrierefrei, also ohne fremde Hilfe, nutzen können - unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht.
Das bedeutet für uns:
Digitale Barrierefreiheit als Chance
Die barrierefreie Nutzung von digitalen Medien und die Bereitstellung von inklusiven medienpädagogischen Angeboten bietet eine große Chance für die gemeinsame und gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen.
Digitale Barrierefreiheit nützt nicht nur Menschen mit Behinderungen: Eine Übersetzung in Leichte Sprache hilft auch Menschen, die gerade Deutsch lernen, die Sprachausgabe gibt die Möglichkeit sich etwas vorlesen zu lassen, unterstützt Legastheniker*innen etc.
Die eine Lösung für alle gibt es nicht
Es gibt unterschiedliche Formen von Behinderungen, die unterschiedliche Anforderungen an digitale Barrierefreiheit stellen. Meist werden die Behinderungen nach den betroffenen Bereichen unterschieden:
ACHTUNG: Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen haben auch deshalb unterschiedliche Anforderungen an digitale Barrierefreiheit, weil sie Individuen mit unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Kenntnissen sind. In der digitalen Kinder- und Jugendsozialarbeit ist es besonders wichtig, Kinder und Jugendliche mit Behinderungen als Individuen zu sehen und nicht als homogene Gruppe mit gleichen Bedürfnissen.
Begriffe für die digitale Barrierefreiheit
Wir glauben: Sprache schafft Realität. Was wir sagen und wie wir es sagen kann dafür sorgen, dass sich Menschen mitgemeint fühlen und dass keine (unbewussten) Verletzungen entstehen. Wir sind uns auch darüber bewusst, dass Sprache sich verändert. Begriffe und wie sie benutzt werden, entstammen immer einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Diskurs.
Wen ein Angebot, eine website, oder ein Gebäude als barrierefrei beschrieben wird, bedeutet das, dass Menschen mit Behinderungen sie ohne fremde Hilfe nutzen können. Hierfür gibt es genaue gesetzlich festgelegte Definitionen, ab wann etwa eine website oder ein Gebäude als Barrierefrei bezeichnet werden darf. (Sogenannte DIN-Normen). Die Beschreibung Barrierearm ist nicht genau definiert und wird daher häufig verwendet, wenn Barrieren verringert werden, es aber trotzdem noch Einschränkungen gibt.Es ist wichtig zu bedenken, dass Barrierefreiheit für die verschiedenen und individuellen Behinderungsformen ein Ideal ist, dass wahrscheinlich niemals erreicht werden kann.
Deshalb ist es besonders wichtig, die Zugänglichkeit und die Barrieren zu Angeboten, Gebäuden, etc. so genau wie möglich zu beschreiben, damit der*die teilnehmende Person mit Hilfe dieser Informationen selbst entscheiden kann, ob sie teilnehmen kann, ob sie Unterstützung benötigt, oder ob eine Teilnahme nicht möglich ist.
Autorin: Theresa Frey, Referentin Digital Barrierefrei bei jugend@bw bis 12/2025
Was ist digitale Resilienz?
Digitale Resilienz bedeutet, gut mit Veränderungen und Problemen in der digitalen Welt umzugehen – zum Beispiel mit Risiken wie Cybermobbing oder Internetsucht. Dafür braucht man technisches Wissen (z. B. IT-Sicherheit) und persönliche Stärken wie Belastbarkeit und Teamarbeit.Die Aufgabe für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen muss also sein: Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, wie sie lernen, digitale Medien sicher und selbstbewusst zu nutzen.
Digitale Kompetenzen fördern
Wichtig ist, dass junge Menschen nicht nur wissen, wie Technik funktioniert, sondern auch, wie sie mit Inhalten kritisch umgehen. Sie sollen soziale Netzwerke sicher nutzen und lernen, ihre Daten zu schützen. Zudem sollten sie verstehen, welche Auswirkungen digitale Technologien auf Gesellschaft und ihren Alltag haben. Der verantwortungsvolle und kreative Umgang mit digitalen Werkzeugen ist eine Schlüsselkompetenz für die Zukunft.
Mentale Stärke im digitalen Alltag
Digitale Resilienz heißt auch, mit Stress durch ständige Online-Präsenz umzugehen. Jugendliche müssen lernen, sich selbst zu reflektieren, Pausen zu machen und eine gesunde Balance zwischen digitaler und analoger Welt zu finden.
Die Rolle der Fachkräfte
Sozialarbeiter*innen und Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit sind oft die ersten, die Jugendlichen bei digitalen Problemen helfen – etwa bei Mobbing oder Online-Sucht. Sie können helfen, indem sie über digitale Themen sprechen und Wissen vermitteln. Nicht alle Jugendlichen haben denselben Zugang zum Internet, digitalen Geräten oder denselben Wissensstand – auch das muss berücksichtigt werden. Um echte Chancengleichheit zu gewährleisten, müssen benachteiligte junge Menschen gezielt unterstützt werden. Nur so kann allen die Teilhabe und Partizipation in der digitalen Gesellschaft ermöglicht werden.
Das zu leisten ist nicht immer einfach, dafür braucht es sowohl Grundwissen als auch Methodenkompetenz. In unserer Linksammlung findet ihr weiterführende Informationen, Materialien und Tools, um euch in diesem Bereich besser zurechtzufinden und eure eigene Resilienz zu stärken.
Hinweis: Auch unsere Fortbildungen und Veranstaltungen bieten euch die Möglichkeit tiefer in das Thema einzusteigen.
Sprachassistenten, maschinelle Übersetzungen oder auch personenspezifische Werbung – Künstliche Intelligenz (KI) begleitet uns schon seit einigen Jahren. Sie entwickelt sich derzeit rasant weiter und bietet schon jetzt zahlreiche Möglichkeiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: KI ermöglicht beispielsweise personalisierte Lernansätze, bietet virtuelle Beratung und fördert kreative digitale Projekte. KI-basierte Tools können dabei helfen, individuell auf Bedürfnisse einzugehen und so die Teilhabe stärken. Sie bietet im Bereich der digitalen Kinder- und Jugend(sozial)arbeit also zahlreiche Chancen. Doch die Nutzung von KI muss verantwortungsbewusst und unter Berücksichtigung von ethischen, sozialen und sicherheitstechnischen Herausforderungen erfolgen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Technologie Kindern und Jugendlichen zugutekommt und ihre Entwicklung fördert, ohne dabei ihre Privatsphäre oder Sicherheit zu gefährden.
Schon Jugendliche sollten lernen, wie man KI sicher und verantwortungsbewusst einsetzt und so nicht nur Nutzer, sondern auch Mitgestalter dieser Entwicklung werden. Wir sollten sie nicht alleine mit ihren Herausforderungen lassen, sondern ihre Fähigkeiten stärken und so ihre Chancen in einer zunehmend digitalisierten Welt fördern.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat in seinen ethischen Richtlinien für Künstliche Intelligenz fünf wesentliche Grundsätze definiert, die den verantwortungsvollen Umgang mit KI steuern sollen.
Diese Prinzipien sollen sicherstellen, dass KI-Systeme verantwortungsvoll und im Einklang mit den grundlegenden ethischen Werten unserer Gesellschaft entwickelt und eingesetzt werden. Sie sollten vor allem in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen von Fachkräften praktiziert werden und auch an die Zielgruppe vermittelt werden.
Doch wie kann KI sinnvoll in unserer Arbeit eingesetzt werden? Wir geben euch einen kleinen (Im)Puls:
Hinweis: Habt ihr bemerkt, dass der Text von einer KI mitverfasst wurde? Textbasierte KI-Tools können euch beim Einstieg in ein Thema helfen und euch erste Ideen für eure Texte geben. Sie sollten jedoch nicht ohne weitere Überarbeitung verwendet werden.
In unserer Linksammlung findet ihr weiterführende Informationen, Materialien und Tools, um euch in diesem Bereich besser zurechtzufinden und den Einsatz von KI verantwortungsvoll zu gestalten.
Weiterführende Medien und Materialien
Das Herunterladen einer ansprechenden Grafik aus dem Internet für den Flyer, das Hinzufügen eines beliebten Musiktitels zum Social-Media Post oder das Veröffentlichen eines Gruppenfotos von der Veranstaltung. Wenn euch diese Beispiele im beruflichen Alltag begegnen, habt ihr es unweigerlich mit der Frage zu tun: Darf ich das überhaupt? Wie sieht das mit Urheberrecht, Persönlichkeitsrechten und/oder Datenschutz aus? Während manche dieser Fragen ganz klar juristisch geklärt sind, ist bei anderen etwas Spielraum und die konkrete Beantwortung des Einzelfalls hängt auch davon ab, was euer*eure Datenschutzbeauftragte*r empfiehlt.
Nehmen wir das Beispiel Filmabend oder Gaming-Event: Ihr habt einen Film ausgewählt, der erst ab 12 Jahren freigegeben ist. In der Gruppe sind zwei elf-jährige die an dem Event teilnehmen möchten. Einige Träger könnten sagen, dass man sich strikt an das Jugendschutzgesetz halten soll, und dass die zwei an der Veranstaltung nicht teilnehmen können, während andere versuchen könnten, wenn dies angemessen ist, die Erlaubnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten einzuholen.
Weitere Anlässe, bei denen es nötig ist, eine Einverständniserklärung anzufordern und zu dokumentieren, sind zum Beispiel Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmer*innen fotografiert werden sollen. Das Formular muss so konkret wie möglich formuliert sein und genau erklären, warum die Teilnehmenden fotografiert werden, wo die Bilder veröffentlicht werden, und für welchen Zeitraum sie gespeichert oder genutzt werden. Da Jugendliche erst ab 16 selbst einwilligen können, ist es notwendig sich immer eine Einwilligung der Erziehungsberechtigten zu holen. Beispielvorlagen findet ihr in der Linksammlung unten.
Auch bei Social Media gibt es einiges zu bedenken. So ist es zum Beispiel einfach, einem Social-Media-Beitrag einen auf der Plattform bereitgestellten Ton hinzuzufügen, aber nur weil es zugänglich ist, bedeutet dies nicht unbedingt, dass das Kunst- und Urheberrecht eingehalten wird. Deswegen immer im Kopf behalten: Nicht alles, was im Internet frei zugänglich ist, ist tatsächlich (lizenz)frei oder DSGVO-konform. Daher müssen wir immer selbst prüfen, ob wir Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte und natürlich den Datenschutz einhalten.
In unserer Linksammlung findet ihr Materialien, mithilfe derer ihr diesen Dschungel an Gesetzen navigieren könnt. Gute Reise!
Wir freuen uns, wenn ihr Fragen oder Materialien einreichen möchtet! Schickt uns dazu eine Mail an jugend-bw@spamVerhindern.de@lkjbw.de
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