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jugend@bw - (Im)Puls

Herzlich Willkommen auf der Plattform jugend@bw – (Im)Puls!

Hier findet ihr kurze Beiträge, Hinweise und Impulse zu den Themen, die wichtig für die medienpädagogische Praxis sind. Das sind Themen, die uns immer wieder beschäftigen oder die besondere Aufmerksamkeit benötigen. Zu jedem Thema teilen wir mit euch Fallbeispiele oder Fragestellungen, die wir gefunden haben oder die ihr uns zuschickt. Dazu formulieren wir allgemeine Hinweise und bieten Startpunkte für die eigene Recherche. Denn für viele Herausforderungen gibt es keine Pauschallösung, sondern es werden individuelle Lösungsansätze benötigt.

Was ist Desinformation? 

Desinformation meint gezielt falsche oder irreführende Informationen, die absichtlich verbreitet werden, um Misstrauen zu säen, sich wirtschaftlich zu bereichern oder Ängste zu schüren. Bekannt ist auch der Begriff „Fake News“, der allerdings in diesem Zusammenhang nicht mehr so häufig genutzt wird. Denn manchmal meint der Begriff „Fake News“ eine generalisierte Kritik an journalistischen Medien und fungiert somit als eine Art „Kampfbegriff“. Desinformation als eine mit Absicht verbreitete falsche oder irreführende Information begegnet Menschen vor allem auf Social Media oder auch in Messengernachrichten, wenn diese weitergeleitet werden. Diese können uns in Form von Videos, Bildern oder Texte begegnen, die komplett erfunden sind oder können aus dem Kontext gerissene Meldungen sein. Mit dem Einzug von generativer KI in unserem Leben begegnen uns auch Deepfakes, die auch als Desinformation genutzt werden können. Damit sind Bilder, Audios und Videos gemeint, die komplett künstlich generiert wurden. Mit der Absicht der Irreführung bieten sie den Verbreiter_innen von Desinformation somit viele Möglichkeiten, um ihre Ziele zu erreichen. Um mit Desinformation umgehen zu können, braucht es neben technischem Grundwissen (wie entstehen die Inhalte, wie funktioniert generative KI) auch subjektive Fähigkeiten wie kritisches Denken und Urteilsvermögen dazu. 

Quellenkritik stärken

Wichtig ist, dass junge Menschen nicht nur Informationen konsumieren, sondern lernen, deren Herkunft und Glaubwürdigkeit zu prüfen. Sie sollten erkennen können, ob eine Quelle vertrauenswürdig ist, welche Interesse hinter einer Meldung stehen können und wie Algorithmen die Inhalte, die einem begegnen, steuern bzw. beeinflussen. Besonders im Umgang mit sozialen Netzwerken ist es entscheidend, Meinung von Fakten zu unterscheiden. Aber auch manipulative Inhalte und deren Absichten zu erkennen. Ein reflektierter Umgang mit Informationen ist eine zentrale Kompetenz. 

Umgang mit Deepfakes im digitalen Alltag

Deepfakes wirken täuschend echt. Vor einiger Zeit konnten noch „Fehler“ mit dem bloßen Auge erkannt werden. Die technischen Fortschritte sind so enorm, dass das immer schwerer fällt. Je nach Inhalt können Deepfakes sehr verunsichern. Es ist wichtig skeptisch zu bleiben, da die Inhalte absolut real erscheinen. Vor allem, wenn die Inhalte emotional berühren. Hiervon sollte man sich nicht reizen lassen und genau dann die Meldung erst recht überprüfen. Ebenso sollte nicht jede Information sofort weiterverbreitet werden, vor allem, wenn der Wahrheitsgehalt einer Meldung mit Unsicherheit behaftet ist. 

Die Rolle der Fachkräfte

Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit spielen eine wichtige Rolle bei der Aufklärung von Desinformation. Sie können hierfür Gesprächsräume schaffen, in denen Jugendliche darüber sprechen können, welche Inhalte ihnen bei der Nutzung von digitalen Medien begegnen. Fachkräfte können Wissen vermitteln und sie dabei unterstützen, eigene Strategien zu finden, wie sie Quellenkritik entwickeln zu können. Wichtig zu berücksichtigen ist allerdings, dass nicht alle jungen Menschen den gleichen Zugang zu Bildung, das Wissen um Medien und auch den Zugang zu digitalen Ressourcen haben. Benachteiligte Jugendliche benötigen ganz gezielt Unterstützung. Hierfür können bspw. digitale Geräte für Recherche in der Einrichtung zur Verfügung gestellt werden. 

Um Jugendliche gut zu unterstützen, benötigen Fachkräfte ein Grundwissen und auch Methoden, die sie anwenden können. Weiterführende Materialien, Tools und Informationsangebote können ihnen helfen, sich im Themenfeld Desinformation besser zurechtzufinden und die eigene Medienkompetenz zu stärken.  

Hinweis: Auch unsere Fortbildungen und Veranstaltungen bieten euch die Möglichkeit tiefer in das Thema einzusteigen.

Weiterführende Medien und Materialien:

Social-Media Angebote, die Wissen liefern:

Webseiten, die Wissen liefern:

Faktencheck-Webseiten:

Methoden für den Einsatz in der Praxis:

Spiele/Quiz gegen Desinformation:

 

Die digitale Welt bietet jungen Menschen viele Möglichkeiten. Alle Kinder und Jugendlichen sollen diese Möglichkeiten gleichberechtigt nutzen können. Auch Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Diese gleichberechtigte Nutzung nennt man Teilhabe.

Teilhabe ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. Sie ist auch ein wichtiges Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention. Deutschland hat die Konvention schon im Jahr 2009 unterschrieben.
Auch andere Gesetze sollen es jungen Menschen mit und ohne Behinderungen ermöglichen, die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe gleichberechtigt nutzen zu können. Diese Gesetze sind:

  • Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz
  • Das 8. Sozialgesetzbuch
  • Das 9. Sozialgesetzbuch

Das Ziel ist, dass alle Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsenen gleichberechtigt mitmachen können. Das ist Pflicht für alle Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Seit Juli 2025 gehört die digitale Barrierefreiheit fest zu unserem Projekt jugend@bw.
Digitale Angebote und medienpädagogische Arbeit sollen so sein, dass alle sie ohne fremde Hilfe nutzen können. Menschen mit Behinderungen sollen die Angebote genauso gut nutzen können, wie Menschen ohne Behinderungen.

Das bedeutet für uns:

  1. Wir bieten Veranstaltungen und Fortbildungen an, bei denen es um das Thema digitale Barrierefreiheit geht.
  2.  Wir stellen Inhalte zur Verfügung, die dabei helfen, Inklusion und Barrierefreiheit in der digitalen Kinder- und Jugendarbeit zu verstehen und zu fördern. Sie sollen Berührungsängste abbauen und Mut machen, selbst aktiv zu werden.  Ein Beispiel dafür ist unser Leitfaden Digitale Barrierefreiheit?! Chancen der digitalen Jugendarbeit für die Inklusion von jungen Menschen mit Behinderungen. Außerdem gibt es eine Sammlung von Materialien in unserem Selbstlernbereich.
  3. Wir prüfen unsere eigene Arbeit und wollen uns verbessern. Das Projekt  jugend@bw wird so barrierefrei wie möglich. Das gilt für unsere Fortbildungen, unsere Veranstaltungen und für unsere Internetseite.
 
Digitale Barrierefreiheit als Chance

Digitale Barrierefreiheit bietet eine große Chance für die gemeinsame und gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen:

  • Technische Hilfen vereinfachen die Nutzung.
    Dazu gehören zum Beispiel Sprachausgabe, Bildschirmvergrößerung oder die Steuerung über die Augen statt über die Tastatur oder die Maus. Diese Hilfen können Menschen mit Behinderungen die Teilhabe ermöglichen.
  • Digitale Angebote ermöglichen Teilhabe an jedem Ort.
    Diese helfen Menschen, die nicht vor Ort sein können. Zum Beispiel wegen Krankheit, weil sie nicht mobil sind oder weil der Weg zu weit ist.
  • Wissen über digitale Medien ermöglichen Teilhabe.
    Wer digitale Medien sicher und selbstständig nutzen kann, kann in unserer digitalen Gesellschaft besser mitmachen und mitgestalten.

Digitale Barrierefreiheit hilft nicht nur Menschen mit Behinderungen. Auch andere haben Vorteile davon. Eine Übersetzung in Leichte Sprache hilft zum Beispiel auch Menschen, die gerade Deutsch lernen. Die Sprachausgabe hilft nicht nur Menschen mit Sehbehinderungen. Sie gibt allen Menschen die Möglichkeit, sich etwas vorlesen zu lassen, statt selbst zu lesen. Auch für Legastheniker*innen ist das eine Unterstützung.

Die eine Lösung für alle gibt es nicht

Es gibt verschiedene Formen von Behinderungen. Und für jede Form kann digitale Barrierefreiheit anders aussehen. Meistens unterscheidet man Behinderungen nach diesen Bereichen:

  • Körperliche Behinderungen
    Diese Behinderungen betreffen den Bewegungsapparat oder das Nervensystem. Dabei kann zum Beispiel das Bewegen der Hände, Greifen oder Tippen erschwert sein.
  • Sinnesbehinderungen
    Diese Behinderungen betreffen vor allem das Hören, Sehen oder Sprechen.
  • Neurodivergenz
    Dazu gehören neurologische Besonderheiten. Neurodivergente Menschen denken, lernen oder fühlen anders als viele andere. Zu den Neurodivergenzen gehören zum Beispiel Legasthenie, ADHS oder Autismus.
    Manche zählen Behinderungen wie das Down-Syndrom zu den Neurodivergenzen. Denn hier können das Denken, das Gedächtnis oder die Fähigkeit zum Probleme lösen eingeschränkt sein.
  • Psychische Behinderungen
    Dazu gehören psychische Erkrankungen, die lange andauern und zu Einschränkungen im Alltag führen. Zum Beispiel, weil die Person nicht mehr arbeiten kann oder nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Psychische Behinderungen sind zum Beispiel Depressionen oder Angststörungen.
  • Chronische Erkrankungen
    Chronische Erkrankungen sind Erkrankungen, die dauerhaft bleiben und nicht vollständig heilbar sind. Beispiele sind Diabetes oder Multiple Sklerose.

ACHTUNG:
All diese Menschen haben unterschiedliche Anforderungen an die digitale Barrierefreiheit. Nicht nur weil sie unterschiedliche Behinderungen haben. Sondern auch, weil alle Menschen verschieden sind. Sie haben unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse und Kenntnisse.
Wir müssen Kinder und Jugendliche mit Behinderungen als einzelne Menschen sehen und nicht als eine Gruppe von Menschen mit den gleichen Bedürfnissen.
Das ist besonders wichtig in der digitalen Kinder- und Jugendarbeit.

Begriffe für die digitale Barrierefreiheit

Wir glauben: Sprache beeinflusst unser Leben. Sie hat Auswirkungen darauf, was wir denken und wie wir handeln. Wir müssen darauf achten, was wir sagen und wie wir es sagen. Damit können wir dafür sorgen, dass Menschen sich mitgemeint fühlen und nicht durch unsere Worte verletzt werden.
Sprache verändert sich. So verändern sich auch die Begriffe, die wir benutzen. Und das Gefühl der Menschen über Sprache verändert sich.

Diese Begriffe sind für uns und unsere Arbeit wichtig:

Menschen mit Behinderungen

Diesen Begriff nutzen wir bei jugend@bw.
Es gibt viele andere Begriffe, zum Beispiel „Menschen mit Beeinträchtigung“ oder „Menschen mit besonderen Bedürfnissen“. Diese Begriffe klingen oft netter, aber sie verstecken wichtige Informationen. Der Begriff „Menschen mit Behinderungen“ zeigt uns zwei Seiten:

  1. Der Mensch hat eine Behinderung.
  2. Der Mensch wird behindert von unserer Gesellschaft, den Strukturen und Systemen.

Uns ist wichtig, wie die Menschen selbst genannt werden wollen.

Behinderungen

Wir sprechen von Behinderungen in der Mehrzahl. Statt „Menschen mit Behinderung“ sagen wir also „Menschen mit Behinderungen“. Damit wollen wir zeigen, dass es viele verschiedene Formen von Behinderungen gibt.

Enger Inklusionsbegriff

Inklusion bedeutet, alle Menschen können teilhaben und haben die gleichen Rechte. Beim engen Inklusionsbegriff geht es dabei nur um Menschen mit Behinderungen. Der weite Inklusionsbegriff bezieht sich dagegen auch auf andere benachteiligte Gruppen von Menschen.
Bei jugend@bw digital barrierefrei beziehen wir uns auf den engen Inklusionsbegriff.

Barrierefrei und barrierearm

Diese beiden Begriffe werden oft gleich benutzt. Aber sie bedeuten unterschiedliche Dinge.
Wenn ein Gebäude, ein Angebot oder eine Internetseite barrierefrei ist, bedeutet das: Menschen mit Behinderungen können sie ohne fremde Hilfe nutzen. Gesetze beschreiben genau, wann etwas barrierefrei ist.
Der Begriff barrierearm wird häufig verwendet, wenn Barrieren zwar abgebaut werden, es aber immer noch Einschränkungen gibt. Hierfür gibt es keine genauen Gesetze.

Perfekte Barrierefreiheit für alle ist kaum möglich. Deshalb ist es wichtig, genau zu beschreiben, wie barrierefrei ein Angebot oder ein Gebäude ist. Mit diesen Informationen kann jede Person selbst entscheiden, ob sie bei dem Angebot mitmachen kann oder ob der Ort erreichbar ist. Vielleicht kann die Person nur mit Unterstützung mitmachen. Vielleicht ist eine Teilnahme auch nicht möglich.

 

Autorin: Theresa Frey, Referentin Digital Barrierefrei bei jugend@bw bis 12/2025.

Was ist digitale Resilienz?

Digitale Resilienz bedeutet: Kinder und Jugendliche können gut mit Veränderungen und Problemen in der digitalen Welt umgehen. Sie kennen die Gefahren wie z.B. Mobbing im Internet oder Internetsucht und wissen, was sie dagegen tun können.
Diese zwei Dinge sind wichtig dafür:

  1. Technisches Wissen
    Die Kinder und Jugendlichen müssen z.B. wissen, wie sie Geräte schützen oder sichere Passwörter benutzen können.
  2. Persönliche Stärken
    Sie können mit Stress umgehen, in schwierigen Situationen ruhig bleiben und gut mit anderen zusammenarbeiten.

Kinder und Jugendliche müssen lernen, wie sie digitale Medien sicher und selbstbewusst nutzen können. Ihnen dabei zu helfen ist eine Aufgabe für die Kinder- und Jugendarbeit.  

Digitale Fähigkeiten fördern

Kinder und Jugendliche sollen nicht nur wissen, wie Geräte und Programme funktionieren. Sie sollen auch verstehen, wie sie mit den Inhalten im Internet klug und verantwortungsbewusst umgehen.
Das bedeutet:

  • Kinder und Jugendliche sollen Informationen aus dem Internet prüfen können. Sie sollen sich immer die Frage stellen: Ist das wahr? Woher kommt diese Info?
  • Sie sollen soziale Netzwerke sicher nutzen können. Sie sollen zum Beispiel lernen, darüber nachzudenken: Wer darf mein Profil ansehen? Welche Inhalte teile ich? Was lieber nicht?
  • Sie sollen ihre eigenen Daten schützen können. Zum Beispiel durch sichere Passwörter und den richtigen Datenschutz-Einstellungen.
  • Sie sollen verstehen, wie die digitale Technologie den Alltag und die Gesellschaft verändert. Bestimmte Werbung beeinflusst zum Beispiel unser Denken und Handeln.

Der verantwortungsvolle und kreative Umgang mit Geräten und Programmen ist eine wichtige Fähigkeit für die Zukunft.

Stark bleiben im digitalen Alltag

Digitale Resilienz bedeutet auch: Junge Menschen sollen gut mit Stress umgehen, der durch ständiges Online-Sein entsteht. Sie müssen lernen, über sich und ihren Umgang mit dem Internet nachzudenken. Sie müssen lernen, auch mal eine Pause vom Internet zu machen. Die Zeit am Bildschirm und die Zeit ohne Bildschirm sollen im Gleichgewicht sein.

Die Rolle der Fachkräfte
Sozialarbeiter*innen und andere Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit sind oft die ersten, die Jugendlichen bei Problemen im Internet helfen. Zum Beispiel bei Mobbing oder Internetsucht.
Die Sozialarbeiter*innen und Fachkräfte können helfen, indem sie mit den Kindern und Jugendlichen über digitale Themen sprechen. Sie können ihnen erklären, wie digitale Medien funktionieren. Und sie können ihnen zeigen, wie sie sich im Internet schützen können.

Das ist wichtig:
Nicht alle Jugendlichen haben die gleichen Möglichkeiten. Manche haben keinen eigenen Computer oder kein eigenes Smartphone. Manche haben zuhause kein stabiles Internet. Und nicht alle wissen gleich viel über digitale Medien. Damit alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Möglichkeiten haben, müssen benachteiligte junge Menschen besonders unterstützt werden. Nur so können alle an der digitalen Welt teilhaben.

Fachkräfte brauchen dafür Grundwissen über digitale Medien. Und sie brauchen Methoden und Werkzeuge, um den Kindern und Jugendlichen gut helfen zu können.

In unserer Linksammlung findet ihr weitere Informationen, Materialien und Programme. Damit könnt ihr euch in diesem Bereich besser zurechtfinden und besser mit digitalen Herausforderungen umgehen.

Hinweis: Auch unsere Fortbildungen und Veranstaltungen geben euch die Möglichkeit, mehr über das Thema zu lernen.

Künstliche Intelligenz (KI) gibt es schon seit einigen Jahren. Einige Beispiele für KI sind: Sprachassistenten, automatische Übersetzungen oder Werbung, die für eine bestimmte Person angepasst ist. Die KI entwickelt sich sehr schnell weiter. Schon jetzt gibt es viele Möglichkeiten für den Einsatz von KI in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ein paar Beispiele:

  • KI bietet Unterstützung beim Lernen.
  • KI bietet Beratung im Internet.
  • KI fördert kreative digitale Projekte.

KI-Programme können dabei helfen, auf die verschiedenen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen einzugehen. Das verbessert die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. KI ist also eine große Chance für die Kinder- und Jugendarbeit.
Aber: Wir müssen KI verantwortungsbewusst nutzen. Dabei müssen wir an Regeln, Sicherheit und an die Rechte der Kinder denken. Nur so ist die Arbeit mit KI auch wirklich gut für Kinder. Sie kann ihre Entwicklung fördern, ohne ihre Privatsphäre oder ihre Sicherheit zu gefährden.

Jugendlichen müssen lernen, wie sie KI sicher und verantwortungsbewusst nutzen können. Sie sollen KI nicht nur benutzen, sondern auch die Entwicklung mitgestalten können. Kinder und Jugendliche haben große Chancen in einer Welt, die immer mehr digitalisiert wird. Dafür müssen wir die Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen stärken und sie nicht allein mit ihren Herausforderungen lassen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Regeln für die Benutzung von KI gemacht. Diese Regeln sollen dabei helfen, verantwortungsbewusst mit KI umzugehen. Die wichtigsten Grundsätze sind:

  • Würde und Menschenrechte:
    KI soll den Menschen helfen und ihre Menschenrechte achten.
  • Transparenz:
    KI soll verständlich sein. Die Menschen sollen nachvollziehen können, wie die KI funktioniert.
  • Verantwortung:
    KI kann keine Verantwortung übernehmen. Die Verantwortung tragen die Menschen, die KI benutzen.
  • Sicherheit und Schutz:
    KI muss sicher und zuverlässig arbeiten. Es soll so wenig Gefahren wie möglich geben.
  • Gleichbehandlung:
    KI darf niemanden benachteiligen. Sie soll fair und gerecht handeln.
  • Kontrolle:
    Der Mensch muss die Kontrolle über die KI behalten.
    Bei Entscheidungen sollen die Menschen mitbestimmen.
  • Nachhaltigkeit:
    KI soll dabei helfen, weltweite Probleme zu lösen. Zum Beispiel beim Klimaschutz und bei der nachhaltigen Entwicklung.

Diese Regeln sollen dafür sorgen, dass KI gut für die Gesellschaft ist. KI soll verantwortungsvoll genutzt werden und zu den Werten unserer Gesellschaft passen. Vor allem in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind diese Regeln wichtig. Fachkräfte sollen die Regeln kennen und den Kindern und Jugendlichen erklären können.

Wie kann KI in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen genutzt werden? Hier sind ein paar Ideen:

  • Kreative Arbeit mit KI:
    Kinder und Jugendlichen können KI nutzen, um Kunstwerke zu erschaffen oder Geschichten zu schreiben.
  • Bildgeneratoren:
    KI kann Bilder erstellen. Zum Beispiel digitale Gemälde, Collagen oder auch animierte Bilder.
  • Texte:
    KI kann Geschichten, Gedichte oder Dialoge schreiben. So können Ideen lebendig werden.
  • Medienpädagogik:
    Kinder und Jugendliche sollen lernen, wie sie KI sicher nutzen können. Sie sollen die Gefahren und die Herausforderungen der Technologie kennen und darüber nachdenken.
  • Psychische Gesundheit:
    Manche Programme nutzen KI, um Gespräche zu führen. Zum Beispiel das Programm „Woebot“. Dieses Programm kann bei psychischen Problemen helfen.
  • Mitbestimmung:
    KI-Programme können Jugendlichen dabei helfen, ihre Meinung zu sagen. Bei Entscheidungen können Jugendliche so besser mitmachen.

Hinweis: Diesen Text hat zum Teil eine KI geschrieben. Habt ihr das gemerkt? KI kann euch beim Einstieg in ein Thema helfen. Sie kann euch erste Ideen für eure Texte geben.
Aber: Ihr solltet die Texte immer noch einmal selbst überarbeiten.

In unserer Link-Sammlung findet ihr viele weitere Informationen, Materialien und Programme. Sie helfen euch dabei, euch bei den KIs zurechtzufinden und verantwortungsvoll mit KI umzugehen.

Weiterführende Medien und Materialien

Vielleicht stellt ihr euch im Arbeitsalltag manchmal diese Fragen:

  • Darf ich ein Bild aus dem Internet für einen Flyer benutzen?
  • Darf ich ein bestimmtes Lied für meinen Social-Media-Beitrag benutzen?
  • Darf ich ein Gruppenfoto von einer Veranstaltung veröffentlichen?

Das alles sind rechtliche Themen. Es geht um Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte und Datenschutz. Manche Fragen lassen sich leicht beantworten, denn dafür gibt es genaue Gesetze. Bei anderen Fragen ist die Antwort nicht eindeutig. Vielleicht hängt es auch davon ab, was euer*eure Datenschutzbeauftragte*r empfiehlt.

Ein Beispiel:
Ihr plant einen Filmabend in einem Jugendtreff. Der ausgewählte Film ist erst ab 12 Jahren freigegeben. In der Gruppe sind aber zwei 11-Jährige, die beim Filmabend dabei sein wollen.
Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Manche Einrichtungen halten sich streng an das Jugendschutzgesetz. Die beiden 11-Jährigen dürfen daher nicht beim Filmabend dabei sein.
  2. Andere Einrichtungen machen eine Ausnahme, wenn der Film unproblematisch ist (z.B. ohne Gewalt) und wenn die Eltern einverstanden sind.

Auch in anderen Situationen braucht ihr eine schriftliche Erlaubnis. Zum Beispiel bei Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmer*innen fotografiert werden sollen. Das Formular für die Erlaubnis muss möglichst genau erklären:

  • Warum werden die Teilnehmer*innen fotografiert?
  • Wo werden die Bilder veröffentlicht?
  • Wie lange werden die Bilder gespeichert oder genutzt?

Jugendliche dürfen hier erst ab 16 Jahren selbst zustimmen. Wenn sie jünger sind, müssen die Erziehungsberechtigten die Erlaubnis geben. Beispielvorlagen für eine Einwilligungserklärung findet ihr in der Linksammlung unten.

Auch in den Sozialen Medien gibt es viel zu beachten. Es wirkt oft einfach: Man kann einem Beitrag schnell einen Ton oder eine Musik hinzufügen, die auf der Plattform angeboten wird. Aber: Nur weil etwas verfügbar ist, bedeutet das nicht, dass es auch erlaubt ist. Deshalb denkt immer daran: Nicht alles, was im Internet verfügbar ist, dürft ihr auch benutzen. Ihr müsst immer selbst darauf achten, dass ihr Urheberrechte und Persönlichkeitsrechte einhaltet. Und ihr müsst den Datenschutz beachten.

In unserer Linksammlung findet ihr viele Materialien. Sie helfen euch dabei, euch in den Gesetzen besser zurecht zu finden.

Wir freuen uns, wenn ihr Fragen oder Materialien einreichen möchtet! Schickt uns dazu eine Mail an jugend-bw@spamVerhindern.de@lkjbw.de